UI-Screenshot mit gelbem Button und 🍌-Emoji, abstrahiert als Keyvisual

Google Nano Banana: Branding by accident? Wie Namen Resonanz erzeugen können.

Wie ein 2:30‑Uhr‑Impuls zum Brand wurde, den alle kennen – ohne Markenstrategie.

Nano Banana war ein spontaner Codename – und wurde zu einem verpielten, sympathischen Band. Eine Geschichte über Timing, Menschlichkeit und Designkultur.

Wie ein 2:30‑Uhr‑Impuls zur Brand wurde, die alle kennen

Im Januar 2026 hat Google eine Geschichte veröffentlicht, die uns als Designstudio mehr sagt als so mancher Markenleitfaden: Wie ein KI‑Tool in einer Nachtschicht den Namen „Nano Banana“ bekam – und warum das heute eine Branding‑Lektion ist. (blog.google)

Der Moment: zu müde für Strategie, zu wach für Konventionen

Sommer 2025. Das Bild‑Modell von Gemini 2.5 stand bereit – intern einfach: Gemini 2.5 Flash Image. Für die interne Testplattform LMArena fehlte aber noch ein Codename. Um 2:30 Uhr morgens, während eines späten Syncs, tippte Product Managerin Naina Raisinghani den Vorschlag: Nano Banana. Eine spontane Mischung aus zwei ihrer Spitznamen: „Nano“ und „Naina Banana“. Keine Branding‑Session. Kein Entscheidungsbaum. Nur ein kurzer, wacher Moment. (blog.google)

Das Team lachte – und sagte: „Why not.“

Was dann geschah

Der Name blieb. Und als das Modell auf LMArena seine ersten beeindruckenden Bilder lieferte, wurde er sichtbar – zuerst in Foren, dann in sozialen Netzwerken. Was als interner Witz begann, wurde Teil der Marke. Google spielte mit:

  • Die Buttons im Interface wurden bananengelb
  • In der Gemini‑App tauchte 🍌 auf
  • Und heute heisst das Tool offiziell: Nano Banana Pro (basiert auf Gemini 3 Pro)

(blog.google, blog.google)

Was wir daraus mitnehmen

Diese Geschichte erzählt nichts Revolutionäres – aber sie zeigt, wie Marken heute entstehen können.

1) Ungewöhnlich wirkt.

Der Name erklärt nichts, aber er bleibt hängen. Das reicht manchmal.

2) Kontext schlägt Konzept.

Der Name kam aus der Situation heraus – aus dem Produkt, nicht aus dem Pitchdeck.

3) Menschen machen Marken.

Dass der Name geblieben ist, lag nicht an Guidelines, sondern an Resonanz. Die Story hat gelebt, weil sie geteilt wurde.

(jetstream.blog, brandequity)

Was das mit Design zu tun hat

Als Branding‑Studio sehen wir das immer wieder:

  • Gute Namen entstehen oft im Produktkontext, nicht im Workshop.
  • Der Moment zählt: Mut zur Entscheidung, auch wenn sie spontan ist.
  • Wenn ein Name eine Geschichte trägt, entsteht Bindung.

Nicht alles muss erklärbar sein. Aber es sollte fühlbar sein.

Fazit

„Nano Banana“ war nie als Brand geplant – aber wurde genau das. Nicht, weil der Name perfekt ist. Sondern weil er zur richtigen Zeit am richtigen Ort resonierte. Und weil sich jemand traute, ihn zu sagen.

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Wir helfen Teams, Namen zu finden, die nicht nur klingen – sondern bleiben.

Wer wir sind

Greg.design ist ein kreatives Studio, das mit einem Netzwerk von kreativen Fachleuten zusammenarbeitet, um Lösungen für Schweizer Startups und KMUs zu bieten.

Wir unterstützen bei zukunftssicheren Rebrandings, bewältigen kreative Herausforderungen und fördern die Entwicklung digitaler Produkte – von der Strategie bis zu modularen Styleguides.

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